Samstag, 23. Oktober 2010

Antispeziesismus

Besser spät als nie... Ihr habt bestimmt gemerkt, dass Blog B(l)a. B(l)a. lange keine Neuigkeiten mehr zu bieten hatte. Als kleine Wiedergutmachung habe ich nun einen zweiten Blog mit einem neuen großen Schwerpunkt-Thema veröffentlicht - Antispeziesismus. Dort werden die nächsten Tage täglich neue Posts preisgegeben, an denen ich jetzt schon eine Weile gearbeitet habe.
Antispeziesismus ist ein Fachbegriff für den Dualismus zwischen Mensch und Tier bzw. zwischen verschiedenen Spezies. Er beschäftigt sich mit einem Konzept unserer Gesellschaft, welches ich schon immer für merkwürdig empfunden habe, und als ich nun vor einem knappen Jahr diese philosophische Linie entdeckt habe, dachte ich: "schreibste mal was drüber".
Hoffe das Ergebnis gefällt auch so Manchem. Viel Spaß.

Hier der Link:
http://antispezi.blogspot.com/

...oder auch rechts oben in der Ecke dieses Blogs.

Sonntag, 20. Juni 2010

Dieser Bildschirm, die Vergänglichkeit und "ICH"

Man nennt sich "ich" und denkt man ist eine Insel im Universum. Allerdings steh "ich" ständig in Interaktion mit ihm. Gucke ich also beispielsweise gerade auf meinen Computerbildschirm so denke ich, er wäre außerhalb von mir und "ich" als Insel (als Subjekt) betrachte ihn als Objekt und wir sind somit getrennt. Was ich aber vergesse ist, wenn der Bildschirm nicht da wäre, oder nicht genauso vor mir stände wie er es gerade tut, so würde ich ihn auch anders wahrnehmen, ich würde andere Eindrücke von ihm bekommen und wenn er auch nur einen Centimeter weiter rechts stehen würde, so würde ich meinen Kopf anders neigen und von da an würde mein gesamtes Leben (wenn vil. auch nur minimal) anders verlaufen, da jeder einzelne Moment in dem ich lebe bestimmend für mich und das ganze Universum ist. Und die Person die ich in ein oder zwei Jahren "Ich" nenne wäre nicht die Selbe wie die Person die auf diesen (vor mir stehenden) Bildschirm geguckt hätte, welcher einen Centimeter weiter rechts gestanden hätte. Was heißt, dass mein Computerbildschirm ein Teil von mir geworden ist, genau in dem diesem Moment, und wie er es schon immer gewesen ist.
...Und doch... eigentlich ist gar nichts vergänglich, sondern alles ist lediglich im ständigen Wandel. Nichts verschwindet einfach so, sondern es bleibt und ändert nur seine Form. Jede Person basiert also auf der entsprechenden Person, die man kennen gelernt hat, wenngleich sie in jedem neuen Moment mit dem Lauf der Dinge fließt und somit für keinen Augenblick seperat bleibt. Jeder Augenblick bringt neues, was automatisch heißt: In jedem Augenblick ist man selbst etwas neues.
Ich glaube das nennt man im Buddhismus Vergänglichkeit.

Samstag, 29. Mai 2010

Magie von Muskeln

Seitdem ich die letzten zwei Monate nun mehrmals die Woche ins Fitnesstudion gedackelt bin, was anfangs mehr intuitiv begründet war, bin ich nach ein wenig Nachgrübeln und ersten, wenn auch kleinstmöglichen, Erfolgen auf drei Gründe gestoßen warum sich so manch Individuum für so ein paar Auswölbungen abrackert.
Grund Nummer eins ist der wahrscheinlich offensichtlichste: Das gesunde Aussehen eines durchtrainierten Körpers und seine positive Wirkung auf Mitmenschen wird wegen dem Streben nach Respekt und Zuneigung verfolgt. Bei Übertreibungen leidet dann jedoch eventuell nicht nur das gesunde Ausshehen sondern auch die Gesnundheit an sich.
Der dann schon ein wenig nebensächlichere zweite Grund zum Muskelaufbau ist die Freiheit die man verwirklichen kann wenn man ein bisschen weniger von Schwerkraft und Co. abhängig ist, und welche in diesem Blog schon mehrfach unter dem Stichwort "körperliche Freiheit" genannt wurde. Allerdings ist auch hier eine zu große Masse an Muskeln zumindest für eine optimale Körperbeherrschung eher kontrabroduktiv.
Doch Grund Nummer drei ist der sicherlich unterschwelligste, denn wie ich durchaus bemerkt habe ist der Eindruck von Macht, die man sich bei steigender Muskelmasse zuspricht auch ein wesentliches Ziel so manch Bodybuilders. Und hierbei kennt die Masse eigentlich kein Maximum. Denn die Masse an Fleisch, die man durch einen einzigen Willensimpuls zu bewegen vermag, steigt und steigt logischerweise mit zunehmender Eigenmasse. Und dieses Gefühl denke ich mir mal könnte unter Umständen etwas zu Hochmut verleiten und zu psychischer Abhängigkeit von den eigenen Muskeln führen.

Doch wie ein Mönch, der sich nicht um seine Arme sondern um seinen Geist kümmert, nunmal frei ist, sollte auch ein Bodybuilder frei sein. So wie es auch noch Grund eins und zwei des Bodybuilding zum Ziel hatte. Was ich damit sagen will: auch in der Muckibude gilt: "Übertreibungen schießen über das Ziel hinaus. Der mittlere Weg ist der Empfehlenswertere."

Dienstag, 20. April 2010

Die Kunst des Lotto-Spielens

Die Wahrscheinlichkeit im Lotto den maximalen Jackpot zu knacken liegt bei ca. 1 zu 140.000.000. Doch fast genauso interessant, wie der Gewinn, kann auch das Spiel an sich sein. Denn so wenig, wie man sein Glück (engl. luck) beeinflussen kann soviel ist trotzdem die potenzielle Gewinnsumme beeinflussbar.
Führende Lotto/Tipp-Gemeinschaften machen sich zu Nutze, dass der Mensch zumeist nach bewussten oder unbewussten Mustern seinen Lottoschein bekreuzt. Visuelle Muster, oder häufig auftretende persönliche Zahlen (wie z.B. Geburtsdaten etc.) werden also um einiges öfters gewählt als "willkürliche" Zahlenfolgen und werfen somit geringere Einzelgewinne ab. Doch auch Menschen die sich dessen bewusst sind tippen meist nach Mustern, dessen sie sich mehr oder weniger gar nicht bewusst sind.
Alte Lottoscheine von mir oder meinem Bruder zum Beispiel, wie mir neulich mal aufgefallen ist, ähneln sich teilweise frapide. Der Abstand zwischen den einzelnen Zahlen ist immer relativ ähnlich und untereinander/nebeneinader geschrieben fällt erst recht auf wie sich die ersten, zweiten... sechsten Zahlen sehr häufig in einem jeweilig bestimmten Spannungsfeld ansiedeln, in dessen Fenster fortwährend die selben Zahlen auftauchen. Von außen wirken die Zahlen wie frei und willkürlich beschlossen, aber genauer hingeguckt, haben wir nur nach einseitigen Mustern gehandelt, welche mit Sicherheit nicht nur unser Tippverhalten sondern auch das von vielen anderen Lottospielern beeinflussen. Die meisten Menschen wollen ihren Lottoschein also möglichst breitflächig ausgefüllt haben, vermeiden somit auch mal leicht symmetrisch wirkende Zahlen-Paare/Trios und landen somit wieder bei öfters benutzten Nummernfolgen. Folglich sind auch unsere Gewinnsummen im gegebenen Falle (drei richtige etc.) nur eher spärlich ausgefallen.
Nachdem ich das bemerkt hatte, erinnerte ich mich an eine Übung von der ich mal gelesen habe (... ich meine sie kommt aus dem Bereich des Zen/Chan-Buddhismus...), in der man sich vor ein leeres Blatt Papier setzt und mit einem Pinsel versucht aus freiem Geiste heraus Punkte auf das Blatt zu setzen, ohne sich von den bereits platzierten Punkten beeinflussen zu lassen. Rein theoretisch ist bei dieser Übung also auch kein übereinander gesetzter Punkt ausgeschlossen oder eine Linie aus Punkten, auch wenn sie ohne die Absicht ein solches "Muster" zu kreieren entstanden sein sollten. Immer wieder neu entscheiden was als nächstes zu tun ist und eigene Verhaltensmuster erkennen und zu formen, das ist unter anderem eine der Früchte, die diese Übung mit sich trägt. Auf die gleiche Art und Weise lässt sich also auch ein Lottoschein präparieren, wobei man hier natürlich trotzdem auf die vorgegebenen Kästchen eingehen sollten um einen sinnvollen Lotto-Tipp abgeben zu können.
So trifft man bei mehreren Versuchen auch eine größere Zahlenbreitweite und ist nicht von "vordefinierten" Konstruktionen abhängig, und geistige Arbeit, wenn nicht sogar Ansätze von Meditationsphasen werden so selbst im Alltag mehr und mehr praktiziert; allein durch die Kunst des Lotto-Spielens.
 
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