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Montag, 17. August 2009

Auch Buddhisten kommen dran

Hier sind zwei relativ dreiste "Verarschungen" über Seine Heiligkeit dem Dalai Lama und einen, zugegebenermaßen etwas trägen, Zen Meister. Trotzdem finde ich die Aussagen teilweise gar nicht mal sooo an den Haaren vorbeigezogen. Also viel Spaß^^.



Sonntag, 2. August 2009

Seine Heiligkeit, die Tiere und meine Meinung

Heute war der letzte Tag der Vortragsreihe "die Kunst des Lebens" vom Dalai Lama. Eines seiner letzten Themen, dass er behandelte waren Tiere und Tierversuche. Er meinte man sollte Tierversuche nicht ganz verbieten, man solle aber nur bei höchster Notwendigkeit und mit anhaltendem Mitgefühl soweit gehen diese zu tolerieren.
Damit hat er auch eines der Themen angedeutet, dass mich am Buddhismus von Anfang an fasziniert hat; der Respekt allem gegenüber, nicht nur sich selbst gegenüber und dem was dem gleich/ähnlich kommt. Schon immer war es meine Überzeugung: "Der Mensch ist was Besonderes, aber nichts Besseres". Solange der Mensch noch den physikalischen Gesetzen untersteht und ein Produkt der Evolution ist, sowie jedes anderes Lebewesen auch, sollte er sich nicht für etwas Besseres oder Göttlicheres halten.
Der Mensch ist aber nun mal ein Mensch. Er hat sich von allen Lebewesen (der Erde) am meisten von Instinkten befreit und er ist unbestreitbar auf ein anderes "Level" des Lebensstils gewandert. Und so wie für ein Kaninchen, die Kaninchen dieser Welt die wichtigsten Lebewesen sind. So sind für den Menschen, die Menschen die Wichtigsten.
Neulich aber erst hörte ich von einem Mönch, den ich in Singapur traff und der uns in Deutschland besuchte: "Solange man sich als Mann, Frau, Buddhist, Christ Moslem, Mensch oder sonst was sieht, solange hat Mara (der Teufel) jemanden mit dem er reden kann". Wenn man nun also wirklich vom Herzen altruistisch und selbst-los geworden ist, so sollte man ja rein theoretisch gesehen, kein "besser oder schlechter" zwischen den Wesen sehen.
Dazu fällt mir ein gutes Beispiel von Richard David Precht ein. Solange wir nämlich kein Verhältnis zu etwas "Höherem" haben ist es für uns nämlich erst recht schwer nicht in Selbstliebe zu verfallen. Wenn nun aber beispielsweise Aliens mit der tausendfachen unserer Intelligenz auf unsere Erde kommen, ist das Verhältnis von uns zu ihnen kein Anderes als das von uns zu einem Laubfrosch. Sind die Aliens also ähnlich skrupellos wie wir würde nichts mehr zwischen Menschemassenfarmen/Menschenversuchen und der Realität stehen. Und wir würden nicht mehr von der Wahnvorstellung ergriffen sein, die höchsten Wesen des Universums zu sein.
Der Dalai Lama sagt außerdem, dass jedes Wesen glücklich sein will, nicht nur DU! Es steht also kein Unterschied in deinen Zielen und denen einer Mücke. Außerdem meint der Dalai Lama: "Hafte an nichts, was du nur in diesem Leben erlangen kannst". Und im nächsten Leben ist es nicht sicher erneut in einen menschlichen Körper zu schlüpfen (wenn man jetzt an Wiedergegurt glaubt).
Bist du aber Moslem oder ähnliches überlege dies: "Wenn du Allah liebst, so liebe auch seine Schöpfung, und auch das Meerschweinchen ist Teil der Schöpfung Gottes".

Also noch eine letzte Frage:" Was ist der Mensch"
Auch er ist doch etwas sich ständig Wandelndes und Vergängliches. Sieht man ihn in seinem Körper, so wird man ihn in einer Millionen Jahren nicht mehr sehen und man hätte ihn vor ein paar Millionen Jahren auch noch nicht gesehen. Sieht man ihm in seinem Geist, so wäre das doch tiefste Diskreminierung allen schweren geistlichen Behinderten gegenüber, oder nicht? Diese sind doch trotzdem Menschen. Und sowie der Körper, so ist auch der Geist vergänglich.



Verzeiht mir mein Menschheits-Geschwafel. Lasst doch bitte eure Kritik in den Kommentaren freien lauf ;-).

Freitag, 31. Juli 2009

"Oh Gott" der Dalai Lama

Gestern habe ich den Dalai Lama zum ersten mal in der Commerzbank Arena gesehen; allerdings immer eher als orange-roten Fleck auf einer Tribune, als als Menschen (mit Ausnahme der Großbildleinwände natürlich). Heute aber nun hatte ich die überaus große Ehre dem Dalai Lama auf Augenhöhe (er ist kleiner) gegenüber zu stehen und zu sitzen. Mit der DBU durfte ich nämlich an einer kleinen ca. 20min. langen Audienz teilnehmen. Wir warteten alle in einem der Lounge Räume der Arena. Mit der Gewißheit es würde noch einige Zeit dauern bis wir Seine Heiligkeit zu Gesicht bekämen, kam ER auf einmal an uns vorbei um zur Toilette oder ähnliches zu gehen. Als ich ihm in diesem Augenblick das erste mal sah gab ich leise ein erstauntes "Oh Gott" von mir.
Ich bin mir bewusst das dieser Ausdruck paradox zur Situation passte (jeder der was vom Buddhismus versteht, weiß was ich meine) aber es war natürlich in keinem Fall wörtlich gemeint sondern ein Ausdruck der Zufriedenheit mit dem was ich sah. Seine Ausstrahlung war für mich von hier an bewiesen.
Bei der eigentlichen Audienz gab es dann noch einiges zu lachen und vom Dalai Lama zu erfahren.

Bilder gibts bei Gelegenheit später.

Mittwoch, 29. Juli 2009

"Der Ozean der Weisheit"


Morgen kommt der Dalai Lama nach Frankfurt. Ich hatte heute schon die Ehre beim Stände-aufbauen, vor der Commerzbank Arena, zu helfen und das Gelände des morgigen "Dalai Lama Events" zu inspizieren. Insgesamt ist er vier Tage da, wobei er die ersten zwei Tage über die "mittleren Stufen der Meditation" von Kamalashila Unterweisungen geben wird und die letzten zwei Tage mit Fachleuten über Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutiert. Besonders letztere Tage sind meines Erachtens besonders wichtig. Man sollte nämlich immer offen sein für die Wahrheit; besonders in der Religion - siehe Krishnamurti. Und das ist es auch was der bezwecken will. In seinem neuesten Buch "Essenz der Meditation", geht er nämlich ausdrücklich darauf ein alte religiöse Aussagen zu verwerfen, sollten sich diese als falsch entlarven.
Man sollte sich also vom Beispiel der katholischen Kirche abschrecken lassen, welche erst (historisch gesehen) kürzlich akzeptierte, dass die Welt eine Kugel ist und sich um die Sonne dreht, und nicht andersherum ;-).

Also zum Schluss nochmal der Ausspruch Krishnamurtis:
"Religiös sein heißt offen sein für die Wahrheit"

Dienstag, 28. Juli 2009

Buddhismus, die falsche Religion

Ich beschäftige mich jetzt mittlerweile seit einem guten Jahr mit der Lehre Buddhas. Aus anfangs nur leichtem Interesse ist inzwischen ein großes Vertrauen zum Buddhismus entstanden. Das liegt unter anderem daran wie unvoreingenommen der Buddhismus mit seiner eigenen Lehre umgeht. Buddha Gautama sagte selbst kurz vor seinem Tod, niemand solle seine Worte glauben nur weil er der Buddha sei. Man solle immer prüfen was man gelehrt bekommt und niemals in blinden Glauben verfallen. Auch in den Jahrtausenden nach Buddhas Leben lässt sich dieser gesunde Abstand zur eigenen Lehre feststellen. Erst neulich habe ich eine Aussage eines Zen-Meisters aufgeschnappt, welche besagt :" Der Buddhismus kann Wesen helfen ,die von der Welt in die Hölle geführt wurden; wer aber hilft den Wesen, die vom Buddhismus in die Hölle geführt werden?".
Immer wieder bekommt man von meist monotheistischen Religionen zu hören, wie sie Anspruch auf die "(einzig) wahre Religion" nehmen. Das kommt meiner Meinung nach vor allem daher, dass sie etwas zu verteidigen haben, was "Ungläubigen" nicht bewiesen werden kann; was aber trotzdem für den "Gläubigen" als Höchstes und Unantastbares angesehen werden MUSS.
Der Buddhismus ist da anders. Er kann damit leben als "falsche Religion" angesehen zu werden, da er weiss dass manche Geisteszustände einfach nicht mit der "Wahrheit" konfrontierbar sind. Es ist in dem Fall also besser einer anderen passenderen Anschauung anzugehören, als sich in eine evtl. reinere dafür aber für den individuellen Geist unpassenderen Anschauung zu pressen. Der Dalai Lama drückt das so aus:"Seid besser gute Christen als schlechte Buddhisten".
Letzten Endes sollte es nämlich das Ziel einer jeden Religion sein, die eigenen Anhänger zu positiven Geisteszuständen zu verhelfen und nicht an traditionellen Sprüchen aus einem Buch oder Ähnlichem hängen zu bleiben.

"Zen-Schüler: Was ist Buddha.
Lehrmeister: Ein Stück Scheiße" -> Anspielung auf die Leerheit aller Phänomene (begrifflicher, physischer, und psychischer Natur)

;-)
 
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